NEU.DE aktuell | Autsch, meine Chefin ist so ein steiler Zahn!

Im Film „Selbst ist die Braut“ nutzt Sandra Bullock ihren Assistenten Andrew Paxton (Ryan Reynolds) als Liebes-Opfer aus, bis – à la Hollywood – die Liebe tatsächlich einschlägt. Doch wie sieht die Sache im wirklichen Leben aus? Was ist bei einer Affäre mit dem Chef/der Chefin zu beachten?

Zunächst setzen sich insbesondere männliche Chefs schnell dem Verdacht aus, die ihnen unterstellte Mitarbeiterin nur auszunutzen – selbst wenn dies völlig unbegründet ist. Deshalb werden Beziehungen mit so einem „Abhängigkeits-Gefälle“ in vielen Firmen ungern gesehen. Manchmal sind sie sogar nach einem ungeschriebenen Gesetz verboten (die Liebe ist im deutschen Arbeitsrecht, anders als in den USA, nicht offiziell geregelt) und werden mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen verfolgt. Sprich: im schlimmsten Fall mit der Entlassung. Dazu allerdings muss der Arbeitgeber einen plausiblen Grund vorweisen, wie etwa die Störung des Betriebsfriedens.
Doch auch wenn aufrichtige Gefühle zwei Menschen zusammenbringen, ist ein Liebespaar am Arbeitsplatz vor Neidern und Getratsche nicht sicher. Die zweite große Gefahr ist deshalb, dass eine Affäre zum „Thema“ wird. Die beiden Liebenden werden von Kollegen misstrauisch und manchmal eifersüchtig beäugt. Jeder kleine Fehler, jede falsche Reaktion zählt dann doppelt. Kurz: die Arbeit wird dadurch nicht grade erleichtert. Darum kann man nur jedem/jeder, dem eine Affäre am Arbeitsplatz „passiert“, raten: Schweigen, und genießen. Und zunächst mal niemanden aus der Firma einweihen, wenn man das irgendwie so anstellen kann.

Andererseits: Der Arbeitsplatz ist ein ideales Terrain, um einen anderen Menschen langsam und gründlich kennenzulernen – bevor man sich ernsthaft aufeinander einlässt. Der Grundstein für viele erfolgreiche Ehen wurde und wird deshalb im Arbeitsumfeld gelegt. Psychologen haben herausgefunden, dass diese Beziehungen messbar beständiger sind als andere. Man vermutet: wer im Job gemeinsam Krisen meistert, wird auch mit privaten Problemen leichter fertig. – Aber auch, wenn man nicht auf der Suche nach der ewigen Liebe ist: der Arbeitsplatz ist einfach ein ziemlich guter Platz, um sich näherzukommen. Hier zeigt man sich von seiner besten Seite, adrett angezogen, leistungsbereit und aktiv. Gute Karten, um beim anderen Geschlecht zu punkten. Laut verschiedener Befragungen hatte rund ein Viertel der Arbeitnehmer bereits einmal Sex am Arbeitsplatz.

Müssen Arbeitgeber nun fürchten, dass ihre Mitarbeiter immer liebesverwirrt und umnachtet durch die Gegend laufen und die Arbeit schleifen lassen? Das Gegenteil ist der Fall: Arbeitspsychologen haben festgestellt, dass gerade gemischte Teams aus Frauen und Männer am effektivsten und produktivsten sind. Dies liegt zum einen daran, dass sich Frauen und Männer in ihren spezifischen Fähigkeiten ergänzen, zum anderen aber auch daran, dass sie sich gegenseitig von ihrer besten Seite zeigen wollen: und dazu gehört am Arbeitsplatz eben gute, schnelle und effektive Arbeit mit vielen kreativen Einfällen.

Wir sehen: die Affäre am Arbeitsplatz ist ein zweischneidiges Schwert. Ohne sie wäre es im Job vielleicht ruhiger, aber auch wesentlich langweiliger und unkreativer. Um die richtige Mitte zu finden, gibt der erfahrene Management-Trainer Otto Buchegger, der unzählige Firmen von Innen kennt, diese Praxis-Tipps:

  • „Keine Liebschaften in der eigenen Abteilung. Die Konflikte sind sonst vorprogrammiert. Solange die Liebe blüht und gedeiht, mag ja alles klappen, aber was passiert bei den ersten Problemen?
  • Keine Liebschaften mit eigenen Vorgesetzten oder direkten Untergebenen. Dies sollten sich besonders Chefs und Chefinnen zu Herzen nehmen. Hier wird vor allem die Macht zum Problem. Was passiert noch freiwillig, was ist Erpressung? Wann kommt dann die Rache dafür?
  • Keine Liebschaften mit Verheirateten, egal wie diese den Status ihrer Ehe schildern. Geschieden ist nur, wer tatsächlich geschieden ist. Nicht der, der irgendwann vorhat, sich vielleicht scheiden zu lassen.“

Das freilich sind theoretische Vorsätze, die in der Praxis immer genau dann über den Haufen geschmissen werden, wenn die Liebe ins Spiel kommt. Denn der kann man halt nicht vorschreiben, wo sie zuschlägt.

Allerdings, hilft dann noch ein allerletzter Notfall-Tipp: Manche Büroliebe hört ganz von selbst auf, indem man sie heiratet. Das aber ist ein anderes Kapitel ;)

Mehr zu allen Themen rund um Flirt, Verliebtheit, Liebe, Romantik, Eifersucht, Sex, Hormone usw. im kleinen Flirt Tutorial.
Mehr von Armin Fischer

2 Kommentare

  • [...] vianeu.de aktuell | Autsch, meine Chefin ist so ein steiler Zahn!. [...]

  • … kann ich bei meiner Chefin leider ausschliessen ;-)

    Roadstar

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