Ein Jahresrückblick

Von Multiple-Night-Stands und Fesselkünstlern

Frohes neues Jahr euch allen! Ich bin mir sicher, ihr habt große Feste gefeiert, die Korken knallen lassen und seid mit ein paar guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Ich habe, wie angekündigt, meinen Silvesterabend mit Freunden verbracht und so viel Fondue gegessen, dass ich mich zum Feuerwerk nur noch nach draußen rollen konnte. Allerdings musste ich feststellen, dass so ein Silvesterabend ohne jegliche Sentimentalitäten wohl nicht existiert. Es ist wie ein Zwang der Menschen, darüber zu philosophieren, was das letzte Jahr so erfolgreich oder aber so miserabel gemacht hat. Die Mehrheit meiner Feierrunde hat hier wohl entschlossen, dass das Jahr 2012 bis auf ein paar Kratzer hier und da wohl ganz gut gelaufen ist. Hier wurde erzählt und erzählt von wundervollen Paaren, die nach jahrelangem Singledasein endlich zueinander gefunden haben, Kinder, Hochzeit, das volle Programm… Ist nicht so, als würde ich mich nicht für meine Mitmenschen freuen, es sei ihnen gegönnt.

So kam dann natürlich auch ich nicht umhin, ein klitzekleines bisschen über mein letztes Jahr als Single zu reflektieren. An sich, muss ich sagen, gar nicht so schlecht gelaufen. Ich habe mich für meine bisherigen Verhältnisse mit überdurchschnittlich vielen Männern getroffen (selbst einer wäre überdurchschnittlich viel gewesen, so sieht’s nämlich aus), hatte schöne und auch kuriose Dates, guten Sex, ein bisschen Herzschmerz, und habe viel über mich selbst gelernt. Und wenn man dann in einer solch netten Prosecco-Runde sitzt, werden unvermeidbar bei Erreichen des entsprechenden Pegels die besten Stories ausgepackt. Hier also mein Top und Flop des Jahres 2012:

Der Wednesday-Night Stand

Kennengelernt habe ich Martin eigentlich schon im Jahr davor. Unfassbar gutaussehender Kerl, intelligent, humorvoll, im Leben stehend. Ein Mann aus der Sparte Mr. Right. Die Unterhaltungen ließen nach einiger Zeit recht deutlich darauf schließen, dass dies wohl eine Bettgeschichte werden würde. Dagegen ist ja generell nichts einzuwenden, und natürlich (!) kann auch eine Frau eine rein sexuelle Beziehung führen. Pustekuchen. Ich, wie könnte es auch anders sein, habe mich also volle Lotte in Martin verschossen. Ich glaube es lag ein bisschen an dem vielen postkoitalen Gequatsche. Gespräche über Arbeit, Familie, Freunde, viele erste Gespräche und viel rumgealbere. Wäre er mal einfach nach dem Sex gegangen der Hund, dann wäre das nicht passiert. Was ich hätte machen sollen: Nach dem vierten Date sagen, du, hör zu, ich find dich gut. Was habe ich gemacht? Ich hatte ein halbes Jahr lang jeden Mittwoch Sex (immer während Desperate Housewives lief, verdammt schlechtes Timing)und habe nichts gesagt. Dass dies nicht besonders förderlich für unsere noch nicht existente Beziehung war erklärt sich von selbst. Aber Mann und Sex waren einfach die optimale Mischung! Irgendwann habe ich es ihm gesagt, man hätte es vermuten können, er war nicht so sehr interessiert an einer Beziehung. Also habe ich die Sache beendet. Ein paar Mal… an meiner Konsequenz arbeite ich noch.

Offenheit… aber bitte in Maßen!

Mitte des Jahres lernte ich Franz kennen, sehr sympathischer Kerl, Foto war ansprechend. Wir haben viel geschrieben und auch immer mal wieder telefoniert. Bereits hier hätte ich nach einer gewissen Zeit merken können (Antennen waren wohl eingefahren), dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Er, von der Ex seit ein paar Monaten getrennt, erklärte mir eines Tages am Telefon – man merke hier an, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht getroffen hatten – dass er auf Fesselspiele steht. Gut dachte ich mir, mag ja jeder andere Dinge, ich bin ja ein total aufgeschlossener Mensch, kann man ja alles mal ausprobieren. Zudem hatte ich gerade Shades of Grey gelesen und war – sagen wir mal – sensibilisiert. Er betonte auch, dass er immer und zu jeder Zeit ehrlich sage was er denkt. Das tat er auch. Mehrmals. Feiner Charakterzug, allerdings kann man es mit der Ehrlichkeit auch ein bisschen zu genau nehmen. Irgendwann trafen wir uns, ich fand ihn nett (war aber wie immer unsicher), er fand mich nett, wir trafen uns wieder, und schon war ich bei ihm zum Nachbarschaftsgrillfest eingeladen. Als wir knutschend auf der Terrasse saßen, fragte er mich aus dem Nichts heraus ob ich noch Kinder wolle, denn er überlege sich, seinen kleinen Peterchen den Weg nach draußen abzuschneiden, und wollte mich fairerweise (beim 3. Date) davor fragen ob das ok sei. Komischer Moment Nummer eins. Komischer Moment Nummer zwei war die Nacht, in der er mir mitteilte sein Penis sei klein und er kuschle deswegen lieber, denn das geniiiiiiießt er so sehr. Aber wenn ich wolle, könne ich mal mit auf eine Fesselparty. Offen für neues JA, Fesselparty NEIN. Ein paar Wochen später habe ich dann für mich beschlossen, dass aus Franz und mir wohl kein kuschelndes Fesselpaar wird. Immerhin sind wir Freunde geblieben, soll’s ja auch noch geben :-) Als Freund ist er in Ordnung, ich habe ihm verboten über die Fesselsache zu sprechen, irgendwie ist das in der Realität nicht so antörnend wie in 900 Seiten Shades of Grey…

Was war nun Top und was war Flop? Das Lustige ist, dass immer ein bisschen von beidem dabei war. Martin war der Top Mann, leider floppte der Beziehungsversuch. Peter war beziehungstechnisch für mich ein Flop, aber dafür sind wir Freunde geworden. Wie sagt meine Mutti doch immer so schön: Man muss eben manchmal viele Frösche küssen um seinen Prinzen zu finden. Also blicke ich hoffnungsvoll auf das Jahr 2013 mit der inständigen Bitte, dass diese Frösche-Küsserei so langsam mal ein Ende hat. Wie gesagt, es braucht doch nur einen Prinzen auf einem Pferd, der dahergeritten kommen soll, das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder?

Bis nächste Woche

xoxo_Carrie

2 Kommentare

  • Männer können einfach manchmal so unfassbar unfeinfülig sein, es ist der reinste Graus! Du könntest mit der Shades of Grey Sache ein bisschen Recht haben (obwohl ich noch nicht mit Teil drei durch bin), und ich verspreche hoch und heilig, das Wort postkoital (wenn auch es ein wunderbares Wort ist wie ich finde) nie wieder zu verwenden, denn die innere Göttin geht auch mir, Carrie höchstpersönlich, mächtig auf den Keks :-)

  • Das sind ja nur 2! Also, so einen Martin hab ich auch mal kennen gelernt. Nach 3 Monaten hab ich ihm gesagt, ich habe mich in ihn verliebt. Seine Reaktion “Oh Mist, warum passiert immer mir das?”. Ja warum wohl. Es war das “postkoitale” Gequatsche, die gemeinsamen Unternehmungen mit Oma und Schwester und überhaupt.

    Ah ja, und so nebenher: Du hast wohl zu viel Shades gelesen, was. Wenn ich das Wort “postkoital” noch mal höre, dann… kommt meine innere Göttin und haut Dich mit glühenden Augen!!! ;-)

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