Dating in der alten Zeit – Wie Männer in der Renaissance Frauen umwarben

Seit jeher suchen Männer wie auch Frauen die Liebe. Sie wollen ihre Häuser mit Kindern und Wohlstand füllen und dies bestenfalls durch eine großartige Ehe bestärken. Zumindest sollte die Hochzeit für die Öffentlichkeit toll aussehen.

Im Grunde ist es unnötig, zu erwähnen, dass die Entscheidung, wen Sie heiraten, nicht leichtfertig getroffen werden sollte. Es ist eine entscheidende Wahl und sollte nicht gerade im alkoholisierten Zustand oder allzu leichtfertig geschehen. Schon immer ist die so genannte Werbung einer Frau oder eines Mannes eine große und bedeutsame Sache gewesen, obwohl sich die Art und Weise mit der Zeit verändert hat. Dieser Artikel befasst sich mit dem Umwerben beziehungsweise dem Dating in der Zeit der Renaissance.

Die Kleidung

Die alltägliche Kleidung war eine Mischung aus normaler Alltagskleidung mit Abnutzungserscheinungen und der schickeren Kleidung für besondere Anlässe. Natürlich möchte ein Jeder seine Vorzüge zeigen und so trugen die Männer ihre engsten und männlichsten Strumpfhosen und Frauen ihre größten und weitesten Kleider.

Die frühen Vorläufer der victorianischen Tagesgarderobe entstanden bereits in der Renaissance. Und obwohl sie nicht für einen formellen Abendanlass taugten, genügten sie doch, um einen männlichen Besucher zu begrüßen.

Die Vorbereitung

Die Vorbereitung auf ein Rendezvouz war noch nie eine einfache oder gar schnelle Angelegenheit. Während der Renaissance begannen Männer wie auch Frauen sich zunehmend Gedanken um ihr Aussehen zu machen. In dieser Zeit versuchten die ersten Frauen den Alterungsprozess der Haut zu verzögern. Sie benutzten Zitronen zur Aufhellung der Haut. In diesem geschichtlichen Zeitabschnitt entstanden die ersten modernen Arten von Make up.

Die Männer hatten die seit jeher wenig beneidenswerte Aufgabe, glatt rasiert zur ersten Verabredung zu erscheinen.Das Rasieren selbst war ein komplizierter und kostenaufwendiger Vorgang, bei dem der Mann in erster Linie darauf achten musste, sich nicht mit dem scharfen Rasiermesser die Kehle aufzuschlitzen.

Natürlich entsprachen die Toilettenanlagen nicht der Qualität oder dem Komfort, welcher heute üblich ist. Somit wurden Nachttöpfe für die eigene Notdurft gebraucht. Im diesem Zusammenhang wurden Toilettenwasser verwendet um durch den angenehmen Geruch leichter die Zuneigung und Aufmerksamkeit des Anderen zu gewinnen. Denn mit Hilfe feiner Düften konnte vermieden werden, dass der eigene Geruch dem eines Pferdestalls glich.

Der Rahmen der ersten Begegnung

In der Renaissance fand das erste Zusammentreffen zwischen Mann und Frau typischerweise über die Eltern statt. Der Mann traf sich mit den Eltern der Frau in deren Wohngemächern oder im Arbeitszimmer. Sobald er die elterliche Zustimmung erhielt, fanden die ersten Treffen mit der Angebeteten in deren Heim statt. Dies geschah allerdings unter der Aufsicht eines so genannten Ehestifters oder der Eltern. Wenn die wachsende Beziehung nach einigen Zusammentreffen an Ernst gewann, wurde dem Paar erlaubt, ins Freie zu gehen oder zusammen die Kirche zu besuchen.

Die Treffen wurden lediglich ein wenig formalisiert, denn in der Regel kam man schnell zur Sache. Die Frage war: Sind sie wirklich bereit für eine Ehe oder verbringt das Paar seine Zeit nur untätig?

Die Hauptakteure

Als erstes wären hier die Eltern als Hauptakteure zu nennen, denn sie trafen die Entscheidung, ob das junge Paar heiraten durfte oder nicht. In wohlhabenden Haushalten wurden die Ehen oft arrangiert und das Paar selbst wurde lediglich zu einem wichtigen Teil eines neuen Bundes, ohne selbst mit entscheiden zu dürfen.

Den Anfang eines solchen Arrangements fand sich oft in der Kontaktaufnahme der Eltern mit einem Ehestifter. Nachdem der Ehestifter den jungen Menschen getroffen hatte, in der Regel die Tochter, begab er sich auf die Suche nach potenziellen Bewerbern. Er prüfte diese auf ihre Persönlichkeit und organisierte erste Zusammentreffen zwischen den unterschiedlichen jungen Leuten.

Da arrangierte Ehen schon in jungen Jahren ihren Anfang fanden, wurde auch die Erziehung der Betreffenden entsprechend ausgerichtet. So wurde sichergestellt, dass das zukünftige Ehepaar gut miteinander auskommen würde. Die Gouvernante war oft der Schlüssel bei der Wahl des passenden Partners.

Eine weitere wichtige Gruppe, welche allerdings oft vernachlässigt wird, ist die der Advocaten. Diese entwarfen die Verträge über die Regelung der Mitgift. Die Berechnung der Mitgift basierte auf dem Vermögen der Familie und wurde traditionell für die Braut gegeben. Beide Partner brachten zudem Haushaltgegenstände mit, die zukünftig gebraucht wurden.

Der weitere Verlauf

In der Renaissance wurde in den meisten Fällen entweder aus Liebe eine Ehe eingegangen oder aus Gründen vorteilhafter Geschäftsbeziehungen für beide Familien. Mit Ausnahme der wohlhabendsten Familien, fragte ein junger Mann in der Regel erst den Vater der Angebeteten um Erlaubnis, seine Tochter treffen zu dürfen. Von diesem Punkt an war es eine Frage des Interesses der beiden jungen Menschen füreinander.

Mit der Zeit kam sich das Paar näher und sprach viel miteinander. Es bekam die Freiheit, mehr Zeit allein zu verbringen. Natürlich war eine Anstandsdame noch notwendig, aber manchmal wurde dem Paar nach einigen Monaten des Umwerbens erlaubt, allein eine Kirche zu besuchen. Während dieser Zeit schrieb der Mann seiner Angebeteten oft Liebesbriefe wenn er gerade nicht in ihrer Nähe sein konnte. So konnte er ihr zeigen, dass er dennoch an sie dachte und sie einen Platz in seinem Kopf und seinem Herzen hatte. In dieser Zeit entstand auch die Idee, der Frau ein Ständchen zu bringen, sie aber nicht mit einem Gesang in Verlegenheit zu bringen, der eher Katzengejammer glich.

Verstand sich das Paar wirklich gut, verlobten sie sich und gaben sich somit ein Eheversprechen. Ein Paar in der Renaissance musste zumindest verlobt sein, um auch sexuell aktiver werden zu dürfen. Deshalb ging es relativ schnell vonstatten, denn ein langes Umwerben des Anderen war nicht unbedingt üblich in dieser Zeit. Die Hochzeitszeremonie an sich gleicht aber noch der heutigen.

Fazit

Die Renaissance war eine tolle Zeit, wenn es darum ging den Versuch zu unternehmen eine Frau zu umwerben und auf diesem Wege für sich zu gewinnen, obwohl die Männer dieser Zeit den doch schwierigeren Part hatten. Sie mussten immerhin Strumpfhosen tragen und auch die hohe Kunst des Schreibens wollte gelernt sein.

Und dennoch war die Werbung einer Frau ein ziemlich schneller Prozess. Die Familien wussten, dass es schnell zuzuschlagen galt, solang das Eisen noch heiß war. So erlaubten sie lediglich einige wenige Monate zum Kennenlernen des Paares. Und da viele dieser so geschlossenen Bündnisse der Familien ein Leben lang anhielten, befürworteten sie eher eine Ehe, als sich gegen sie zu stellen.

Bilder:

http://karenswhimsy.com

Quellen:

http://sugardaddydating.wordpress.com/2010/03/03/how-dating-has-changed-over-the-years/

http://www.usatoday.com/news/health/2003-02-10-dating_x.htm

http://www.ehow.com/about_4604945_how-has-dating-changed-past.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Courtship

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