Flirt-Wissen für Frauen | Das “gewisse Etwas” | 1

Das gewisse Etwas
Männer sagen häufig, eine Frau hätte das „gewisse Etwas“. Damit ist eine geheimnisvolle erotische Anziehungskraft einer Frau gemeint, eine Wirkung auf Männer, die deutlich über dem Durchschnitt liegt. Interessant daran: das muss gar nicht unbedingt etwas mit dem Aussehen der Frau zu tun haben, es sind also nicht nur Schönheiten, die das „gewisse Etwas“ haben. Obwohl ein appetitliches Äusseres natürlich nicht schadet, sind andere Faktoren noch wichtiger: die Einstellung zum eigenen Körper, die Bewegungen und der bewusste oder unbewusste Einsatz von Flirtsignalen. Ja, es können sogar die versexten Gedanken sein, die man einer Frau auf der Stirn abliest. Eine Frau, die auf diese Weise Sex ausstrahlt, hat das gewisse Etwas.

Bewusst rausgehen
Auch wenn es banal klingt: Männer reagieren auf bestimmte Schlüsselreize bei Frauen. Das sind zum Beispiel schön geformte, rote Lippen, eine reine Haut, schöne Beine, Brüste,  die sich abzeichnen und ein wohlgeformter Hintern. Aber die optischen Reize sind es nicht alleine. Auch der Gang einer Frau kann „scharf machen“ oder abtörnen. Wenn sie wie ein Zinnsoldat vor sich hinstakst oder mit den Armen schlenkert, ist das für einen Mann irritierend und damit abstoßend. Forscher der Universität von New York machten dazu einen Test mit computeranimierten Trickfiguren und kamen zu dem Ergebnis: Figuren, deren Bewegungen am besten mit dem mutmaßlichen biologischen Geschlecht harmonieren, wirken am attraktivsten. Auf Deutsch: wenn Frauen sich wie Frauen bewegen, idealerweise auch noch auf High Heels, bekommen Männer Stielaugen.

„Bewusst rausgehen“ heißt, als sexuelles Wesen, als Frau, rausgehen. Sich darüber im Klaren sein, dass die eigene Erscheinung sexuelle Signale an die Männerwelt aussendet. Wenn frau in Flirtlaune und auf der Suche nach einem passenden Partner ist, kann sie dann die „Dosis“ der Signale fast nach Belieben steigern. Dabei sollte frau sich nicht um die eigenen Fehlerchen kümmern, sondern ihre Vorzüge herausstellen. Ein kleiner Makel, sei es eine Zahnlücke oder ein Leberfleck, kann sogar sexuell anziehend wirken, wenn das Gesamtpaket stimmt.

Und ihre offensichtlichen Reize sollte eine Frau, die auf Männerfang ist, nicht verbergen, sondern betonen. „Die Frage lautet nicht: ‘Ist mein Po zu groß?’ , sondern: ‘Können Männer ihn gut genug sehen?’“. Dieser Gedanke entspringt jetzt nicht meinem Männergehirn, sondern der schöne freche Satz stammt von meiner geschätzten Kollegin und Flirtexpertin Nina Deißler. Prima geeignet, um den weiblichen Hintern zu betonen, sind hochhackige Schuhe, denn durch die Streckung der Beine und die leicht geänderte  Körperhaltung wirkt er damit um rund 25 Prozent üppiger.

Der Blickkontakt
Meist beginnt alles mit einem Blick. Eine Frau, die einen Mann mehr als einmal anschaut, signalisiert Interesse. Ein dritter Blick ist schon fast ein Wurf mit dem Lasso. Viele Männer interpretieren das instinktiv richtig. Manche aber auch nicht. Vorsicht: Männer sind keine Hellseher, und manche haben zudem ein wenig das Gespür für männliches Flirtverhalten verloren. Dann muss frau deutlicher werden – wenn sie dies will.

Doch in der Praxis läuft das Spiel normalerweise so: ein Blickkontakt, vielleicht eine Millisekunde länger als üblich, dann Wegsehen, den Blick schweifen lassen. Dann des Blick zurückkehren lassen zum Objekt der Begierde. Für viele Männer ist jetzt schon alles klar. Wenn eine Frau dabei noch verstärkt blinzelt oder sich sogar mir der Hand durch die Haare fährt, dürfte es für viele schon nach wenigen Sekunden kaum noch ein Halten geben.

Dazu führte die Münchner Psychologin Christiane Tramitz von der Forschungsstelle für Humanethologie der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs ein aufschlussreiches Experiment durch: Sie plazierte eine attraktive Frau an der Theke einer Münchner In-Bar und ließ die Szenerie aus einiger Entfernung von einer Kamera aufzeichnen. Die Aufgabe von Esther, so der Name des weiblichen Lockvogels, war es nun, subtil in Richtung der Kamera zu flirten, so wie sie es auch bei einem Mann tun würde. Durch Blicke, Schrägstellen des Kopfes, Haare zurückstreifen undsoweiter. Im Laufe der Zeit sollte Esther ihre Flirtsignale intensivieren.

Die Testgruppe der Männer kam erst später ins Spiel. Ihnen wurde der Film in einem Studio gezeigt. Jeder von Ihnen hatte einen Joystick-artigen Regler in der Hand, mit der er Esthers Flirtsignale einschätzen sollte. Ein Druck auf den Hebel bedeutete „Sie flirtet mit mir“, ein Druck auf den finalen roten Knopf schließlich „Ich bin mir ganz sicher, sie will Kontakt mit mir.“

Das Ergebnis: bereits nach dem ersten Blickkontakt durch Esther, nach gerade mal 29 Sekunden, drückten immerhin 8 Prozent der Männer  den roten Knopf. Ein zweiter Blick sieben Sekunden später genügte, um weitere 11 Prozent der Männer ganz sicher von Esthers Absichten zu überzeugen. Die größte Gruppe der Männer entschied nach dem dritten oder vierten Blick kurz nach Anbruch der zweiten Minute: „Ja, diese Frau will mich“. Am Ende der zweiten Minute waren schließlich 75 Prozent der Männer überzeugt, und nur ein kleiner Rest brauchte länger. Der zögerlichste der Kandidaten wartete vergleichsweise eine Ewigkeit, nämlich bis zur fünften Minute. Objektiv betrachtet allerdings ist auch das noch verdammt flott.

Der wichtigste „Auslöser“ von Esther war ihr Blick, einige der Männer ließen sich aber auch durch subtilere Signale überzeugen, wie ein Zurückstreifen der Haare, eine Berührung des Mundes undsoweiter.

Fazit: eine Frau, die ihre Flirtsignale kennt und nicht nur unterbewusst, sondern gezielt einsetzt, hat leichtes Spiel.

weiter zu: 2.2 Kann frau das “gewisse Etwas” lernen?

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